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24-02-2005 Gipfel in Bratislava
Russlands Integration in WTO wird nach Gipfel in Bratislava dynamischer
Im Kreml rechnet man damit, dass der Beitritt der Russischen Föderation zur WTO nach dem russisch-amerikanischen Gipfeltreffen in Bratislava dynamischere Formen annehmen werde.

Wie Sergej Prichodko, Assistent des Präsidenten der Russischen Föderation, gegenüber Journalisten mitteilte, "sind die größten Probleme entfallen, doch gibt es mehrere Fragen, die eine Erörterung auf der Ebene der Staatsoberhäupter erfordern".

Eine weitere Quelle der RIA Nowosti im Kreml wies darauf hin, dass eine Reihe von Forderungen, die die amerikanische Seite äußere, "objektiver Art sind".

Das beziehe sich unter anderem, so die Quelle, auf den Schutz der Urheberrechte, das Problem der Produktion und des Vertriebs von nicht lizenzierten Audio- und Videokasseten sowie den Zugang zum Dienstleistungsmarkt.

"In dieser Beziehung sind sie absolut im Recht... Hier haben wir etwas auf dem Kerbholz... Wir werden unsere Unterhändler dazu veranlassen, dieses Thema zu erötern", erklärte die Quelle.

Zugleich seien, wie sie feststellte, mehrere Forderungen in Bereichen wie der Versicherungsmarkt oder der Zugang zur Sphäre der fernen Telekommunikationen überhöht.

"Wir brauchen eine Übergangsperiode", sagte der Gesprächspartner der RIA Nowosti. Unter Hinweis auf das bestehende Verständnis zwischen den russischen und amerikanischen Unterhändlern in Bezug auf makroökonomische Kennziffern und auf die Preise der Energieträger brachte die Quelle die Hoffnung zum Ausdruck, dass Russland und die USA das Dokument über den Abschluss der Verhandlungen zu Russlands WTO-Beitritt Ende dieses Jahres unterzeichnen könnten.

Ende Januar bestätigte der US-Handelsvertreter Robert Zoellick Washingtons Absicht, die bilateralen Verhandlungen mit Russland bis Ende des laufenden Jahres abzuschließen.

Der Delegationschef bei den Verhandlungen über den WTO-Beitritt, Maxim Medwedkow, Vertreter des Ministeriums der Russischen Föderation für Wirtschaftsentwicklung und Handel, findet, dass Russland und die USA das Dokument noch früher unterzeichnen könnten.

"Ich persönlich schließe nicht aus, dass dies noch vor Jahresende geschieht", sagte Medwedkow Mitte Februar nach Abschluss einer abermaligen Verhandlungsrunde in Genf vor Journalisten. (RIA)