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21-02-2005 Gipfel in Bratislava
Der russisch-amerikanische Gipfel wird den Rückgang der Intensität in den zweiseitigen Beziehungen stoppen helfen
Das am 24. Februar in Bratislava bevorstehende russisch-amerikanische Gipfeltreffen werde es ermöglichen, Wege zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern finden zu helfen.

Dies die Meinung von Alexej Arbatow, Direktor des Zentrums für internationale Sicherheit am Moskauer Institut für Weltwirtschaft und internationale Beiehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, in einem Interview für die RIA Nowosti.

"Beim Gipfeltreffen wird man die Möglichkeit haben, einander die gegenseitigen Ansprüche auszusprechen und Richtungen für eine konstruktive Zusammenarbeit abzuzeichnen", findet Alexej Arbatow.

Seiner Ansicht nach befinden sich die Beziehungen zwischen Russland und den USA zurzeit im Zustand der Stagnation.

"Fragen werden nicht gelöst, gegenseitige Verständigung ist nicht da, Probleme schwellen an. Das Ganze sieht ein wenig nach einer Rolltreppe aus, die nach unten führt. Wenn Sie auf der Stelle stehen, kriechen sie langsam nach unten; wenn sie hinaufsteigen wollen, müssen Sie sehr schnell laufen. Ich denke, beim Gipfeltreffen wird es möglich sein, wenn nicht gerade einen Durchbruch zu vollziehen, so doch wenigstens dieses Nach-unten-Kriechen aufzuhalten", sagte Alexej Arbatow.

Nach Meinung des Experten könnten Russland und die USA eine einheitliche Position gegenüber dem Iran und Nordkorea ausarbeiten und dazu beitragen, dass das Abkommen von 2002 über die Begrenzung der strategischen Offensivpotentiale zu einem normalen Vertrag über Zusammenabeit im Bereich der Raketenabwehr erhoben werde.

Nach Arbatows Ansicht werden beim Treffen der Präsidenten von Russland und den USA die akutesten Fragen zur Erörterung kommen.

"Seitens der USA werden nicht wenig falsche Dinge gemacht. Aber auch Russland ist nicht ohne Makel. Russland muss sich sehr viel mit Fragen der Wirtschaft, des Rechtssystems und der Demokratie befassen. Die Vereinigten Staaten sollten sich sehr ernst überlegen, wie sie sich auf der weltpolitischen Bühne benehmen, eigentlich wie ein Elefant im Porzellanladen: willkürlich, außerhalb des völkerrechtlichen Rahmens. Gewisse Risse mit einer dünnen Schicht Füllmasse zu verkleistern, bedeutet noch nicht, ein Haus vor dem Einsturz zu retten, wenn man unter dem Haus die russisch-amerikanischen Beziehungen meint", sagte der Experte. (RIA)