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22-02-2005 Gipfel in Bratislava
Niveau der Beziehungen Russlands und der USA hoch wie nie zuvor
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet seinen US-amerikanischen Amtskollegen George W. Bush als seinen Freund und ist der Ansicht, dass der gegenwärtige Stand der Beziehungen zwischen Russland und der USA hoch wie nie zuvor ist.

„Vor allem möchte ich sagen, dass wir nicht in ein Restaurant, nicht ins Theater gehen und uns nicht dafür treffen, um nur Vergnügen von unseren Kontakten zu genießen", sagte Putin am Dienstag in einem Interview für den Sender Radio Slovensko und die slowakische Fernsehanstalt STV.

„Der Präsident der Vereinigten Staaten hat mich mehrmals als seinen Freund bezeichnet. Auch ich halte ihn für meinen Freund. Dennoch treffen wir zusammen, um zu arbeiten", beantwortete Putin die Frage, welche Probleme beim bevorstehenden russisch-amerikanischen Gipfeltreffen in Bratislava behandelt werden könnten.

Es gelte, die gemeinsam geleistete Arbeit zu bilanzieren und Schritte für die Zukunft abzustecken. „Natürlich können in diesem Dialog diverse Fragen aufkommen. Was die fundamentalen Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten betrifft, kann ich der Meinung meiner amerikanischen Kollegen nur zustimmen: Diese Beziehungen haben jetzt einen nie dagewesenen hohen Stand erreicht. Auch das Niveau des Vertrauens ist sehr hoch. Das selbe betrifft auch den Grad des Zusammenwirkens zu den Schlüsselproblemen der Welt von heute. Der Warenumsatz steigt. All das sind Realitäten unserer bilateralen Beziehungen", betonte Putin.

Natürlich könnte es zu irgendwelchen gegenseitigen Fragen und sogar zu einem Streit kommen. In diesem Zusammenhang erinnerte der russische Präsident an das unterschiedliche Herangehen Russlands und der USA zum Irak-Problem. „Aber ich bin der Ansicht, dass diese Seite überschlagen werden soll. Dort (im Irak) fanden Wahlen statt, nicht ohne Probleme. Aber man muss in die Zukunft blicken."

„Sicherlich werden wir Probleme des Irak und des Nahen Ostens behandeln, aber auch Fragen, die mit dem Atomprogramm Irans zusammenhängen. Erörtert werden auch Probleme des Fernen Ostens, so das Nordkorea-Problem, und die jüngste Erklärung der nordkoreanischen Führung, nach der die KDVR Atomwaffen besitzt. All das sind wichtige Fragen der internationalen Tagesordnung", sagte Putin. (RIA)