Bosch in Russland: „Um Jahre zurückgeworfen“

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[Von Simon Schütt/Ostexperte.de] – Die russische Online-Zeitung Gazeta.ru hat ein Interview mit Uwe Raschke, dem Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, geführt. Darin sagte Raschke, die russische Wirtschaftskrise habe das Unternehmen in Russland „um Jahre zurückgeworfen“.

Die russische Wirtschaftskrise hat sich offenbar deutlich auf die Arbeit des deutschen Konzerns Robert Bosch in Russland ausgewirkt. Die Umsätze Boschs seien in Russland 2015 auf das Niveau von vor fünf bis sechs Jahren zurückgegangen, sagte Raschke in dem Interview mit Gazeta.ru (2009: 489 Millionen Euro; 2010: 667 Millionen Euro). Das Interview fand im Anschluss an die Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am 27. April statt, bei der Bosch für 2015 ein Rekordergebnis mit einem Umsatz von 70,6 Milliarden Euro bekannt gab – ein Plus von zehn Prozent.

1904 kam das Unternehmen zuerst nach Russland, in der Sowjet-Zeit gab es eine Pause. Seit 1993 ist Bosch wieder zurück in Russland. Heute fertigt die Bosch-Gruppe an den Standorten in Engels, Togliatti und St. Petersburg Kraftfahrzeugausrüstung, Elektrowerkzeuge, Verpackungstechnik und Hausgeräte. Das Unternehmen erwirtschaftete 2012 mit mehr als 3.000 Mitarbeitern rund eine Milliarde Euro auf dem russischen Markt. Erst im vergangenen Jahr eröffnete das Unternehmen zudem eine Fabrik für Kraftfahrzeugtechnik in Samara – hauptsächlich für lokale Kunden.

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