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15-04-2005 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Gericht fällte Urteil im Verfahren wegen Terrorakte in zwei Zivilflugzeugen
Das Stadtgericht von Domodedowo verurteilte die beiden Angeklagten im Verfahren wegen der Terrorakte in den Flugzeugen Tu-134 und Tu-154 im vergangenen Jahr zu je achtzehn Monaten Freiheitsentzug, berichtet der RIA-Nowosti-Korrespondent aus dem Gerichtssaal.

Der Aufkäufer von Flugkarten Armen Arutjunjan und der Mitarbeiter der Fluggesellschaft Sibir Nikolai Korenkow wurden der kommerziellen Bestechlichkeit /Artikel 204 des Strafgesetzbuches der RF/ schuldig gesprochen.

Das Gericht hat Korenkow nach Artikel 204 Absatz 3 und Arutjunow nach Absatz 1 desselben Artikels für schuldig befunden.

Die beiden Verurteilten werden laut Urteil die Strafe in einer Ansiedlungs-Strafkolonie abzubüßen haben.

Das Gericht zog die Reue der Angeklagten und ihr Verhalten nach den verübten Terrorakten sowie die Tatsache, dass sie die Untersuchung bei der Aufdeckung des Verbrechens Hilfe unterstützt hatten, in Betracht.

Es wurde festgestellt, dass Arutjunow am 24. August 2004 Dschebirchanowa geholfen hatte, eine Flugkarte für den Flug Moskau - Sotschi für den 25. August zu kaufen. Auf diese Weise hatte Dschebirchanowa an Bord des Flugzeugs gelangen können, das sie sprengte, woran auch die Angeklagten mit schuldig waren.

Der staatliche Ankläger Kamil Kaschajew erklärte, dass er mit dem Urteil in diesem Verfahren zufrieden sei.

Die Verteidiger der Verurteilten haben sich noch nicht entschieden, ob sie das Urteil anfechten werden.

Im Stadtgericht von Domodedowo soll am 17. Mai die Verhandlung gegen einen weiteren Angeklagten im Verfahren wegen der Terrorakte in der Tu-134 und der Tu-154 stattfinden. Der Mitarbeiter der Linienabteilung des Innern des Flughafens Domodedowo Michail Artamonow wird der dienstlichen Fahrlässigkeit mit schweren Folgen angeklagt.

Bei der Sprengung der beiden Flugzeuge am 24. August 2004 waren 90 Menschen ums Leben gekommen. (RIA)