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15-09-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Flugzeugabstürze im August: Ermittlungsergebnisse veröffentlicht
„Die Abstürze der Flugzeuge vom Typ Tupolew-134 und Tupolew-154 vom 24. August 2004 sind durch die im Flug erfolgte Zerstörung der Flugzeugkonstruktionen infolge der Einwirkung von Sprengladungen in den Fluggasträumen verursacht worden", sagte der Chef der Untersuchungskommission Russlands. Verkehrsminister Igor Lewitin.

„Die Auswertung der Flugschreiberdaten zeugt von den identischen Schlageinwirkungen auf die Kraftschalter der beiden Flugzeuge mit den Epizentren innerhalb der Rümpfe und mit deren völligem Undichtwerden innerhalb einer Sekunde", so der Kommissionschef.

„Die Schlageinwirkung explosiven Charakters erfolgte an der rechten Seite in der 25. Sitzreihe auf der Tupolew-154 und in der 19. Reihe auf der Tupolew-134", hieß es. In jenem Moment sei die erste Maschine in 12.100 Meter Höhe und die zweite in 8.100 Meter Höhe gewesen. „Die Explosionen ereigneten sich fast zeitgleich und unerwartet für die Besatzungen."

Zwei oder drei Sekunden nach der jeweiligen Explosion seien die Ruder-Steuerungssysteme ausgefallen. Jedem Flugzeug sei das Heck abgerissen worden. Es sei nicht mehr möglich gewesen, die Maschinen weiter zu steuern.

Die Kommission stellte fest, es habe keine Entführung und keinen Überfall auf die Besatzungen gegeben. Die Flugdatenschreiber mussten „zwei oder drei Sekunden nach der Entstehung der Notsituation an Bord" die Aufnahme wegen Stromausfall stoppen. Die Gespräche der Besatzung der Tupolew-154 wurden noch zwei Minuten und 13 Sekunden lang dank Not-Stromquellen im zentralen Teil des Rumpfes aufgenommen, so Lewitin. Der Inhalt der Gespräche zeuge nur davon, dass der Rumpf undicht geworden sei, und enthalte keine Hinweise auf die Entführung der Maschine.

Zwei Flugzeuge, die am 24. August vom Moskauer Flughafen Domodedowo abgeflogen waren, explodierten fast zeitgleich in der Luft. Die erste Maschine war nach Sotschi unterwegs, die zweite flog nach Wolgograd. Die Abstürze forderten insgesamt 90 Todesopfer. (RIA)