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30-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Ursache des Absturzes der Tu-134 war der Verlust des hinteren Flugzeugrumpfes infolge einer Explosion
Im Ergebnis der Untersuchungen der Trümmer des Flugzeuges Tu-134, welches sich auf dem Flug von Moskau nach Wolgograd befand, wurde festgestellt, dass ihr Absturz durch den Verlust des hinteren Teils des Flugzeugrumpfes im Ergebnis einer Explosion an Bord verursacht wurde.

Das teilte der Chef der Verwaltung für wissenschaftlich-technische Sicherstellung des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes FSB, General Andrej Fetissow, mit.

Ihm zufolge gehen die Sucharbeiten im Gebiet Tula weiter. Das wurde deshalb notwendig, weil das Flugzeug aus einer Höhe von 5 bis 6 km auf eine Moorlandschaft abstürzte, erläuterte Fetissow.

Der General berichtete, dass die Ergebnisse des Gutachtens zeigen, dass an Bord beider Flugzeuge Gegenstände detonierten, an denen Hexogen festgestellt wurde. Bei einer ersten Prüfung der Trümmer der Tu-134 waren zunächst keine Spuren von Sprengstoffen entdeckt worden.

Nachdem die Trümmer des Flugzeugs mittels technischer Geräte aus dem Sumpf geborgen worden war, bekamen die FSB-Spezialisten die Möglichkeit einer Tatortsbesichtigung im Inneren des Flugzeugs.

"Die Spezialisten entdeckten die typischen Schäden nach Explosionswellen sowohl in den Passagiersitzen wie auch an den Klapptischen des Flugzeugs", so Fetissow. Ihm zufolge wurden Proben entnommen und zur Begutachtung nach Moskau geschickt.

"Im Ergebnis der Begutachtung bekamen wir am 27. August verlässliche Angaben, dass es auch in diesem Flugzeug zu der Explosion eines Sprengsatzes mit Hexogen gekommen ist", so der General.

Er stellte fest, dass die Ergebnisse der kriminalistischen Untersuchungen nur dann veröffentlicht werden, wenn sie absolut verlässlichen Charakters sind. "Das sind vom juristischen Standpunkt aus wichtige Ergebnisse, unter denen die Unterschrift des Experten steht. Das bedeutet, der Mann trägt dafür auch die rechtliche Verantwortung", so der General.

Seinen Worten zufolge verfolgte die Untersuchungskommission vom ersten Moment an vier Versionen des Geschehens, davon war eine die der Explosion an Bord des Flugzeuges. "Und erst dann, wenn zuverlässige Angaben aus dem Gutachten vorliegen, kann man davon sprechen, dass an Bord eine Detonation geschah."

Fetissow teilte ferner mit, dass bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt an den Rümpfen der beiden Flugzeuge keine Splitterschäden von der Detonation festgestellt wurden.

"Es werden die Fragmente der Flugzeuge zusammengefügt, um die technische Expertise abzuschließen. Bei der äußerlichen Besichtigung der Flugzeugrümpfe der Tu-134 und der Tu-154 konnten keine Splitterschäden festgestellt werden", sagte der General.

Am 24. August stürzten jeweils im Gebiet Tula und im Gebiet Rostow zwei Passagierflugzeuge des Typs Tu-134 und Tu-154 ab. Es kamen 90 Menschen ums Leben. (RIA)