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27-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Tschetschenische Sicherheitsbehörden haben keine Angaben über zwei Tupolew-Insassinnen, die angeblich aus Tschetschenien stammen
Den tschetschenischen Sicherheitsbehörden liegen keine Angaben darüber vor, dass zwei Insassinnen der am Dienstag abgestürzten Flugzeuge Tschetscheniens Bewohnerinnen waren. Das sagte der Leiter des Öffentlichen Rats für wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau der Tschetschenischen Republik, Alu Alchanow, gegenüber RIA Nowosti am Freitag.

„Tschetschenische Sicherheitsbehörden prüfen diese Berichte, zurzeit gibt es aber keine zuverlässigen Angaben", hieß es. Sobald diese Prüfung etwas ergebe, werde das unbedingt bekannt gegeben.

Ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft des Gebiets Wolgograd sagte gegenüber RIA Nowosti, nach der Katastrophe hätten sich keine Hinterbliebenen von Amanta Nagajewa, einer aus Grosny stammenden Insassin der im Gebiet Tula abgestürzten Maschine, gemeldet. Niemand habe die nach dem Absturz eingerichtete Hotline angerufen, um nach Nagajewa zu fragen. „Vielleicht wollten die Hinterbliebenen im Gebiet Tula Auskunft holen, wir wissen aber nichts davon", hieß es.

Die Fluggesellschaft Sibir hat am Freitag die Namen von 22 identifizierten Passagieren und Besatzungsmitgliedern der zweiten Maschine veröffentlicht. Der Fluggesellschaft liegen nach wie vor keine Informationen über den Vornamen und den Wohnort der Insassin Dschebirchanowa vor. Das war der einzige Fluggast, dessen Hinterbliebene sich nicht gemeldet haben, hieß es in einer Mitteilung von Sibir.

Zwei Passagierflugzeuge waren am Dienstagabend fast zeitgleich abgestürzt. Die Maschine der Fluggesellschaft Sibir flog aus Moskau nach Sotschi, das Flugzeug der Fluggesellschaft Wolga-Aviaexpress war aus Moskau nach Wolgograd unterwegs. Die beiden Maschinen waren vom Flughafen Domodedowo abgeflogen.

Die Abstürze haben insgesamt 90 Todesopfer gefordert. (RIA)