russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



27-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Hexogenspuren am Wrack der im Gebiet Rostow verunglückten TU-154
An den Trümmern des im Gebiet Rostow abgestürzten TU-154-Flugzeugs seien Spuren von einem Sprengstoff entdeckt worden, wurde der RIA Nowosti im Föderalen Sicherheitsdienst der Russischen Föderation (FSB) mitgeteilt.

Bei der Untersuchung des Wracks der TU-154, die im Gebiet Rostow abgestürzt ist, seien Spuren eines Sprengstoffes festgestellt worden, berichtete Sergej Ignatschenko, Leiter der Zentralen Nachrichtenabteilung des Föderalen Sicherheitsdienstes.

Seinen Worten zufolge habe eine vorläufige Expertise ergeben, dass es sich beim Sprengstoff um Hexogen handele.

Ignatschenko sagte, dass bei der Untersuchung der Trümmer der TU-134, die im Gebiet Tula zerschellt ist, bisher keine Sprengstoffspuren festgestellt worden seien.

"Bei der Untersuchung der Trümmer des TU-134-Flugzeugs, der im Gebiet Tula havariert ist, sind bisher keine Anzeichen von Sprengstoffen entdeckt worden", sagte der FSB-Vertreter.

Aber die explosionstechnischen Expertisen würden fortgesetzt, sagte er.

Im Ergebnis der Flugzeugkatastrophen, die am 24. August praktisch gleichzeitig geschahen, sind 89 Menschen ums Leben gekommen.

Am Tag nach den Katastrophen wurde im FSB der Russischen Föderation erklärt, eine vorläufige Besichtigung der Fragmente der abgestürzten Flugzeuge habe keinerlei Spuren eines Terroraktes zu Tage gefördert.

Auf einer Beratung beim Präsidenten Russlands berichtete der Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation Wladimir Ustinow, dass die Untersuchung alle Versionen des besonderen Vorkommnisses in Erwägung ziehe, darunter auch einen Terrorakt.

Terroristen benutzten Hexogen im September 1999, um die Wohnhäuser an der Kaschirskoje-Chaussee und in der Gurjanow-Straße in Moskau zu sprengen. Damals kamen mehr als 200 Menschen ums Leben. (RIA)