russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



27-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Tschetschenin rückt ins Visier der russischen Absturz-Ermittlungen
Nach den beiden fast zeitgleichen Flugzeugabstürzen in Russland ist eine mutmaßlich tschetschenische Passagierin ins Visier der Ermittler gerückt. Nach der Frau mit dem Nachnamen Dschabrailowa,

die wie 88 weitere Menschen bei dem Unglück ums Leben kam, habe sich bisher kein Angehöriger erkundigt, berichtete am Donnerstag die Nachrichtenagentur Interfax. Dschabrailowa ist ein in Tschetschenien verbreiteter Familienname. Der Vorsitzende der Untersuchungskommission, Verkehrsminister Igor Lewitin, sagte, da in alle Richtungen ermittelt werde, werde auch die unbekannte Passagierin einbezogen. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass es sich bei ihr um eine Terroristin handle, betonte er. Die Frau hatte in der Tupolew 154 gesessen, die nahe dem südrussischen Rostow am Don abgestürzt war.

Die Ursache für die beiden Abstürze war am Donnerstag weiter unklar. Während Experten und die russische Presse mit Blick auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Tschetschenien von einem Terroranschlag ausgingen, schlossen die Behörden ein technisches oder menschliches Versagen weiterhin nicht aus. Die beiden Passagiermaschinen waren am späten Dienstagabend binnen weniger Minuten von den Radarschirmen verschwunden. Eine Maschine mit 43 Insassen zerschellte in der Region von Tula; eine zweite mit 46 Menschen an Bord stürzte nahe der Stadt Rostow am Don ab.