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25-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Zwei Flugzeuge mit insgesamt 88 Insassen in Russland abgestürzt
Im Zentrum und im Süden Russlands sind in der Nacht zu Mittwoch zwei Passagierflugzeuge mit insgesamt mindestens 88 Menschen an Bord abgestürzt. Zunächst sei eine Maschine des Typs Tupolew 154 mit 46 Menschen an Bord in der Nähe der südrussischen Stadt Rostow-am-Don von den Radarschirmen verschwunden, teilte das Katastrophenschutzministerium in Moskau am frühen Morgen mit.

Kurz darauf sei gut 180 Kilometer südlich von Moskau eine Maschine des Typs Tupolew 134 mit 42 Insassen niedergegangen. Zeugen sprachen von einer Explosion an Bord.
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Über das Schicksal aller Insassen lagen zunächst keine Informationen vor. Die Flugsicherung schloss Terroranschläge nicht aus.

Die Agentur Interfax berichtete unter Berufung auf Kreml-Mitarbeiter, die beiden aus Moskau kommenden Maschinen seien innerhalb einer Minute von den Radarschirmen verschwunden: die Tu-154 um 22.59 Uhr Ortszeit (20.59 Uhr MESZ), die Tu-134 um 23.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ). Es könne daher nicht ausgeschlossen werden, dass die Abstürze auf Terroranschläge zurückgingen, sagten Mitarbeiter der Moskauer Flugsicherung. Präsident Wladimir Putin ordnete eine "unverzügliche" Untersuchung durch den Inlandsgeheimdienst FSB an, wie der Kreml bekannt gab. Laut Agentur Interfax wurden die Sicherheitsvorkehrungen an allen russischen Flughäfen umgehend verstärkt.

Die Tu-154 der Fluggesellschaft Sibir mit 38 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord sei auf dem Weg nach Sotschi am Schwarzen Meer gewesen, als sie 138 Kilometer von Rostow-am-Don entfernt von den Radarschirmen verschwand, sagten Beamte. Interfax zufolge teilte das russische Katastrophenschutzministerium mit, diese Maschine sei noch nicht gefunden worden. Das Flugzeug wurde laut Interfax seit 1982 im Flugbetrieb genutzt.

Die Tu-134 sei auf dem Weg ins südrussische Wolgograd gewesen, als es sie weniger als eine halbe Stunde nach dem Start abstürzte, sagte die Sprecherin des Moskauer Katastrophenschutzministeriums, Marina Ryklina. Polizisten hätten das Heck der Maschine nahe dem Dorf Butschalki in der Region Tula entdeckt. Örtliche Beamte des Katastrophenschutzes zitierten Augenzeugen, wonach es vor dem Absturz eine Explosion in dem Flugzeug gegeben habe. Unter den Insassen waren den Angaben nach 34 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder.