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25-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Russische Unglücksmaschine sandte allgemeines Notsignal aus
Das von einem der beiden am Dienstagabend in Russland abgestürzten Flugzeuge ausgesandte Alarmsignal ist offenbar doch keine Warnung wegen einer möglichen Entführung gewesen. Die bei Rostow am Don abgestürzte Maschine vom Typ Tupolew 154 habe ein "SOS"-Signal abgesetzt, meldeten die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Interfax am Mittwoch unter Berufung auf "kompetente" Quellen.

Weitere Alarmsignale wurden laut Ria Nowosti nicht ausgesandt. Interfax hatte in einer früheren Meldung einen russischen Behördenmitarbeiter zitiert, wonach die Fluglotsen kurz vor dem Verschwinden der Maschine ein Signal empfangen hätten, das bei Entführungsfällen ausgelöst werde.

Die beiden Maschinen waren nach Angaben des Kreml in der Nacht innerhalb von einer Minute von den Radarschirmen verschwunden. In der Tu-154 auf dem Weg nach Sotschi befanden sich demnach 46 Menschen, in einer in der Region Tula rund 180 Kilometer südlich von Moskau abgestürzten Maschine nach neuen Angaben 44 Menschen. Augenzeugen hatten bei dieser Maschine von einer Explosion vor ihrem Absturz berichtet. Die russischen Behörden schlossen mögliche Terroranschläge nicht aus.

Keine Überlebenden bei Flugzeugabsturz südlich von Moskau

Keiner der Insassen der 180 Kilometer südlich von Moskau abgestürzten Passagiermaschine hat den Aufprall überlebt. Die 44 Insassen, unter ihnen 35 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder, seien bei dem Absturz getötet worden, teilte das russische Katastrophenschutzministerium am frühen Mittwochmorgen laut Nachrichtenagentur Interfax mit. Rettungskräfte hätten den Rumpf der Maschine rund zwei Kilometer von dem Ort Butschalki in der Region Tula entdeckt.

Wrack von abgestürztem Flugzeug in Südrussland gefunden

Nach stundenlanger Suche haben Bergungsmannschaften auch das Wrack des zweiten in Russland abgestürzten Passagierflugzeugs gefunden. Auch Überreste der 46 Insassen an Bord der Maschine vom Typ Tupolew 154 seien nahe der südrussischen Stadt Rostow-am-Don entdeckt worden, teilten Mitarbeiter des Katastrophenschutzministeriums am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Interfax mit.

Flugschreiber eines der beiden Flugzeuge entdeckt

Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums ist in der Nähe der Absturzstelle in Südrussland ein Flugschreiber der Tu-154 gefunden. Rettungskräfte hätten das Gerät am Morgen in der Region bei Rostow am Don gefunden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax unterrichtete Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu Präsident Wladimir Putin über den Fund sowie über den Fortgang der Sucharbeiten.