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26-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Der Magnetfilm der Bordflugschreiber der abgestürzten Tu-134 und der Tu-154 ist beschädigt
Spezialisten sind bei der Auswertung der Daten der Bordflugschreiber der abgestürzten Tu-134 und der Tu-154 auf Probleme gestoßen: Der Magnetfilm der Flugschreiber hat sich beschädigt erwiesen, teilte man der RIA Nowosti im Zwischenstaatlichen Luftfahrtkomitee (MAK) mit.

MAK-Spezialisten öffneten die Flugschreiber der abgestürzten Flugzeuge. Der Magnetfilm dieser Geräte war beschädigt, sagte Oleg Jermolow, stellvertretender MAK-Vorsitzender, der RIA Nowosti gegenüber.

Nach seinen Worten beschäftigen sich MAK-Experten mit der Wiederherstellung des Magnetfilms. Sie kleben ihn zusammen und werden dann ihn auswerten.

Die Tu-134 und die Tu-154 stürzten am 24. August spät am Abend ab. Im Ergebnis kamen 89 Menschen ums Leben.

Nach Worten des MAK-Vertreters befinden sich die gefundenen Flugschreiber äußerlich in befriedigendem Zustand. „Als aber unsere Spezialisten sie geöffnet haben, ist klar geworden, dass man den Magnetfilm wird wiederherstellen müssen", sagte Jermolow.

„Die Fristen der Auswertung der Daten der Flugschreiber werden vom Grad der Beschädigung des Magnetfilms abhängen. Stellen Sie sich vor: Sogar ein Blatt Papier kann man zum Beispiel in Hundert Stücke, aber auch in zwei Stücke zerreißen", erläuterte er.

Der stellvertretende MAK-Vertreter präzisierte, dass im Moment die Daten von fünf Flugschreibern ausgewertet werden. „An der Tu-154 werden drei Geräte - ein Tongerät, ein Notgerät und ein Betriebsgerät - installiert. Die Tu-134 wird mit einem Tongerät und einem parametrischen Gerät versehen.

Wladimir Jakowlew, bevollmächtigter Vertreter des Präsidenten der Russischen Föderation im Südlichen föderalen Bezirk, schließt es nicht aus, dass an Bord der im Gebiet Rostow abgestürzten Tu-154 eine Detonation gegeben hat.

Das erklärte Jakowlew am Donnerstag vor Journalisten auf einer Pressekonferenz in der Siedlung Glubokoje.

Nach seinen Worten gibt es recht viele Versionen. Aber sie sind vorläufig nicht bekräftigt. Wie er sagte, „hatte es wahrscheinlich irgendeine Detonation gegeben". Nicht ausgeschlossen ist auch die Version eines Terroraktes.

Der bevollmächtigte Vertreter verwies darauf, dass nach Angaben der Untersuchung „etwas sehr schnell passiert war, und die Besatzung es nicht geschafft hatte, den Dispatchern darüber mitzuteilen".

Jakowlew sagte, dass an der Unglücksstelle des Flugzeuges Tu-154 die Leichen von 42 Menschen entdeckt worden waren. Er teilte mit, dass zur Zeit die Demontage des Flugzeugrumpfes fortgesetzt wird. Die vorläufig nicht gefundenen vier Leichen werden vielleicht nach der Vollendung der Demontage entdeckt werden.

Die Sucharbeiten werden auf einem Territorium von über 400 Hektar fortgesetzt.

Nach Worten des bevollmächtigten Vertretrs des Präsidenten werden diese Arbeiten fortgesetzt, solange der letzte ums Leben gekommene Mensch nicht gefunden worden ist.

Identifiziert sind 11 Leichen der Passagiere der im Gebiet Tula abgestürzten Tu-134. Das teilte man der RIA Nowosti per Telefon bei der Verwaltung Zivilverteidigung und Notstandssituationen des Gebiets Tula mit.

Zwei Passagierflugzeuge stürzten am Dienstag spät am Abend ab. Nach Angaben des russischen Ministeriums für Notstandssituationen (MTschS) erlitt die Tu-154, die den Flug Moskau-Sotschi aus Domodedowo absolvierte, eine Katastrophe 138 Kilometer von Rostow am Don entfernt. Die andere Maschine, Tu-134, die den Flug Moskau-Wolgograd aus Domodedowo absolvierte, verschwand vom Funkmeßbildschirm um 22.56 Uhr Moskauer Zeit im Raum der Ortschaft Butschalki des Klimowski-Rayons, Gebiet Tula. (RIA)