russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



25-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Staatskommission hilft Hinterbliebenen der Absturzopfer
Die vorrangige Aufgabe der Staatskommission für die Untersuchung der Absturzursachen von zwei Tupolew-Maschinen besteht darin, Hinterbliebenen zu helfen. Das sagte Kommissionschef Igor Lewitin.

Wie ein Sprecher der Fluggesellschaft Sibir unterdessen bestätigte, fehlten an Bord des Flugzeugs, das nach Sotschi flog, sechs Passagiere, die sich zur Abfertigung im Flughafen verspätet hatten. „Somit waren 38 Fluggäste an Bord", hieß es.

Der Pressesprecher des Moskauer Flughafens Domodedowo, Igor Tichomirow, sagte, für den Flug aus Moskau nach Sotschi seien nicht alle Flugkarten verkauft worden, denn das war ein „unbequemer" Tag für Urlauber. „Am Freitag und am Wochenende gibt es ständig mehr Passagiere."

Die Hinterbliebenen der Opfer, die im Flughafen Domodedowo ankommen, werden von Ärzten und Psychologen betreut.

Obwohl die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, ist die Situation generell ruhig, so der Sprecher der Fluggesellschaft. „Mitarbeiter unseres Sicherheitsdienstes arbeiten mit Geheimdiensten zusammen. Auf dem Flughafengelände wird Ordnung aufrechterhalten", hieß es.

Die Fluggesellschaft Sibir organisiert inzwischen die Beförderung von Hinterbliebenen an den Absturzort im Gebiet Rostow.

„Die nächsten Verwandten der Passagiere und Besatzungsmitglieder der abgestürzten Maschine Tu 154 bekommen in nächster Zeit die Möglichkeit, den Absturzort zu besuchen. Die Transporte werden in Abstimmung mit ermittelnden Behörden organisiert", hieß es in einer Mitteilung der Fluggesellschaft. Die Beförderung von Hinterbliebenen erfolge auf Kosten der Fluggesellschaft.

Fast keine Fluggäste der Fluggesellschaften Sibir und Wolga-Aviaexpress verzichten unterdessen auf geplante Reisen. „Es gibt nur einzelne Verzichte", so eine Sibir-Sprecherin. Am Mittwoch plane Sibir rund 20 Flüge aus dem Airport Domodedowo. „Kein Flug ist gestrichen", hieß es. Zwei Maschinen seien bereits nach Sotschiabgeflogen, die dritte starte am Abend.

Die Fluggesellschaft Wolga-Aviaexpress plante ursprünglich zwei Flüge nach Wolgograd am Mittwoch. Der Flug am Vormittag wurde aber gestrichen. Keiner der Passagiere verzichtete aber auf seine Flugkarte, teilte eine Sprecherin der Fluggesellschaft mit.

Der Gouverneur des Gebiets Wolgograd, Nikolai Maksjuta, hat Geldhilfen in Höhe von jeweils 50.000 Rubel für Opferfamilien angeordnet. Das teilte der Sprecher der Gebietsverwaltung, Sergej Iljin, mit. Zwei Busse stünden für die Beförderung der Hinterbliebenen an den Ort zur Verfügung, wo die Identifizierung der Opfer erfolgen solle. Die Busse fahren am Donnerstagmorgen in Begleitung von Krankenwagen ab, hieß es.

Am Dienstagabend waren zwei Flugzeuge in Russland abgestürzt.

Eine Maschine vom Typ Tu-154 der Fluggesellschaft Sibir, die aus Moskau nach Sotschi flog, stürzte um 22.35 Uhr Moskauer Zeit 138 Kilometer weit von Rostow am Don ab. An Bord waren 46 Menschen, acht von ihnen Besatzungsmitglieder.

Das Flugzeug vom Typ Tu-134 der Fluggesellschaft Wolga-Aviaexpress, das aus Moskau nach Wolgograd flog, verschwand um 22.56 Moskauer Zeit vom Radar. Es stürzte in der Nähe der Ortschaft Burtschalki im Gebiet Tula ab. An Bord waren 34 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. (RIA)