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25-08-2004 Luftfahrtkatastrophe August 2004
Experten untersuchten Treibstoffbehälter im Flughafen Domodedowo
Im Rahmen der Klärung der Ursachen für den Absturz von zwei Flugzeugen in Russland haben Experten Treibstoffbehälter im Moskauer Flughafen Domodedowo untersucht. „Nach einem Unglück werden Treibstoffbehälter immer kontrolliert", teilte ein Sprecher des technischen Dienstes des Flughafens am Mittwoch mit.

Am späten Dienstag abend waren eine Tupolew-134 und eine Tupolew 154, die aus Domodedowo geflogen waren, verunglückt.

Es sei nichts Verdächtiges entdeckt worden. „Wenn ja, wäre das Auftanken von Flugzeugen schon längst gestoppt worden", hieß es.

Nach Angaben des Flughafens waren die beiden Maschinen vor dem Start gemäß Anforderungen der russischen Luftfahrtbehörden und der Sicherheitsdienste routinemäßig kontrolliert worden. Zuständige Dienste des Flughafens hätten alle Operationen in vollem Umfang durchgeführt, die aus den Flugsicherheitsvorschriften resultieren.

Nach Angaben der Fluggesellschaft Sibir war die Tu-154B-2 im Flugzeugwerk Kuibyschew am 27. September 1982 gebaut worden. Es handle sich um die jüngste Maschine in der Serie von Tu-154B-Flugzeugen. Die Betriebszeit der Maschinen dieser Klasse beträgt 50 000 Flugstunden. Die betroffene Tupolew hatte insgesamt 30 000 Flugstunden absolviert.

Die Maschine wurde einmal renoviert, im August 1993 in Mineralnyje Wody. Planmäßig wurde das Flugzeug zuletzt am 10. August dieses Jahres gewartet.

Das erste, das zweite und das dritte Triebwerk haben nach der Reparatur im Schnitt jeweils 2000 Stunden bei genehmigten 6000 Stunden gearbeitet. Das Cockpit der Tu-154 hatte eine gepanzerte Tür. Alle Maschinen der Fluggesellschaft Sibir waren vor einigen Jahren zur Erhöhung der Flugsicherheit mit solchen Türen ausgestattet worden.

Die Tragödien ereigneten sich am vergangenen Dienstag abend. Die Tu-134, die von Moskau nach Wolgograd flog, verschwand um 22.56 Uhr (Moskauer Zeit) im Raum der Siedlung Butschalki bei Tula vom Radarschirm. An Bord der Maschine befanden sich 35 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder.

Die Tu-154, die von Moskau nach Sotschi flog, verunglückte um 22.35 Uhr 138 Kilometer von Rostow am Don. An Bord der Maschine befanden sich 46 Passagiere, darunter acht Besatzungsmitglieder. (RIA)