russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



18-01-2007 Armenien
Sicherheitssystem: Armenischer Politiker setzt auf Bündnis mit Russland
Das armenische Sicherheitssystem wird in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf dem Bündnis mit Russland basieren. Diese Auffassung vertrat der Vorsitzende der armenischen Partei Union „Verfassungsrecht“ und Kovorsitzende des armenisch-russischen Medienrates Gaik Babuchanjan, am Donnerstag in einem Interview mit RIA Novosti.

„Ich bin der Ansicht, dass die Interessen von Armenien und Russland in den nächsten zehn bis 15 Jahren übereinstimmen werden...“, so Babuchanjan.

Ihm zufolge könne er die armenischen Politiker nicht verstehen, die sich die Gelegenheit nicht entgehen ließen, Russland anzugreifen.

„Ihre Aussagen lassen den Eindruck entstehen, als hätten die USA und nicht Russland das Genozid der Türkei gegen die Armenier im Jahre 1915 anerkannt und als sei die Türkei, die gegen Armenien eine Blockade aufrecht erhält, der engste Bündnispartner Russlands und nicht der USA“, sagte Babuchanjan. Ihm zufolge sollten diese Politiker die Positionen Russlands und des Westens in der Karabach-Frage, darunter auch die Reaktionen auf das vor kurzem durchgeführte Referendum über die Verfassung von Bergkarabach, vergleichen.

Der Chef der Union „Verfassungsrecht“ ging auf die Absicht Russlands ein, sich am Bau und am Betrieb der Gaspipeline Iran-Armenien zu beteiligen.

„Angesichts der Anstrengungen der Türkei, Aserbaidschans, einiger westlicher Ölgesellschaften und des ihnen nach dem Munde redenden Georgien, die auf die Isolierung Armeniens von den internationalen Kommunikationssystemen abzielen, ist jede Beteiligung von ausländischem Kapital an der Wirtschaft Armeniens, darunter auch an der Entwicklung der Kommunikationen, zu begrüßen. Was die Gaspipeline betrifft, so wäre die Beteiligung am Transport von iranischem Gas und später auch von Erdöl über unser Territorium die einzige Antwort Armeniens auf die ‚Herausforderungen von Baku-Ceyhan’“, sagte Babuchanjan.

Wie er äußerte, müsste die Gaspipeline Iran-Armenien über Georgien bis nach Russland verlängert werden.

Babuchanjan plädierte dafür, ein iranisch-armenisch-russisches Konsortium für den Bau und später auch für den Betrieb des globalen Energieprojektes Iran-Armenien-Russland-Europa zu bilden.

„Dies würde nicht nur den Staatshaushalt unseres Landes wesentlich auffüllen, sondern auch Armenien eine geopolitische Bedeutsamkeit verleihen, die unser Land gegenwärtig braucht“, so der Parteivorsitzende.

„Jetzt hat sich eine beispiellos günstige Situation für die Umsetzung eines solchen Projektes herausgebildet“, konstatierte Babuchanjan. [ RIA Novosti  / russland.RU ]