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14-11-2006 Armenien
Karabach-Konflikt: Armeniens Ex-Ministerpräsident Manukjan sieht keine Ende in Sicht
Der ehemalige armenische Ministerpräsident Wasgen Manukjan und Chef der Partei "Nationaldemokratische Union", teilt nicht die Meinung einiger Experten, dass der Karabach-Konflikt in den nächsten Jahren geregelt werden könne.





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"Alle Hoffnungen auf eine Regelung des Karabach-Konflikts in diesem Jahr sind unbegründet", erklärte er in einem Novosti-Armenia-Interview. "Alle Argumente für eine Lösung des Problems in diesem Jahr beruhen hauptsächlich darauf, dass es in diesem Jahr weder in Aserbaidschan noch in Armenien Wahlen gibt. Wahlen haben damit aber nichts zu tun." "Das Problem besteht darin, dass Aserbaidschan entweder alles oder nichts haben will", fügte der Politiker hinzu.

"Alle Verhandlungen darüber, dass Armenien die ‚besetzten' Gebiete an Aserbaidschan abtreten soll, was die Grundlage für die Regelung des Karabach-Status werden soll, werden ins Nichts führen. Davon ausgehend, sehe ich keine Lösung dieses Problem in den nächsten vier bis fünf Jahren."

Nach seiner Ansicht sind beide Seiten daran interessiert, den Verhandlungsprozess in die Länge zu ziehen. "Aserbaidschan glaubt, dass es damit Zeit für die Erhöhung seines Militäretats dank dem Zustrom von Öldollars gewinnt. Armenien ist ohnehin im Prinzip mit dem Status Quo im Berg-Karabach zufrieden."

Auf die Beziehungen Armeniens mit der NATO eingehend, sagte Manukjan: "Wenn wir von Armeniens Sicherheit sprechen, meinen wir immer eine Absicherung vor der Türkei. Rein theoretisch würde uns ein NATO-Beitritt Armeniens keine Sicherheitsgarantien geben. Wir haben dabei das Zypern-Beispiel vor Augen: Sowohl Griechenland als auch die Türkei gehören der Allianz an, was aber die türkische Armee nicht daran gehindert hat, Nordzypern zu okkupieren." [ RIA Novosti ]