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31-10-2006 Armenien
Armenien sucht Wirtschaftskontakte mit Schwarzmeerländern
Armenien ist daran interessiert, sich an den Projekten im Rahmen der Organisation für Wirtschaftszusammenarbeit am Schwarzen Meer (russ. Abkürzung: OTschES) zu beteiligen. Das sagte die Analytikerin Schuschan Chatlamadschian, Koordinatorin der Programme des Jerewaner Instituts für Bürgergesellschaft und regionale Entwicklung, am Dienstag in einem Interview für RIA Novosti.



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Das gelte "besonders für Projekte, welche die Entwicklung des gemeinsamen Marktes der Energieträger, die Transportinfrastruktur und die Zusammenarbeit in den Grenzgebieten betreffen. Armenien interessiert sich lebhaft für das Programm ,Schwarzmeer-Investitionsinitiative', dessen Ziel es ist, ein günstiges Geschäftsklima in den Mitgliedsländern der Organisation herbeizuführen und die Schwarzmeerregion für ausländische Investitionen attraktiver zu machen", betonte Chatlamadschian.

Einer der "Engpässe" der wirtschaftlichen Entwicklung Armeniens seien die Transportkommunikationen, die zu erweitern seien, setzte sie fort.

"Armenien hat keinen unmittelbaren Zugang zum Meer, zudem haben die regionalen Konflikte in der Region den Eisenbahnverkehr gestört, während die regionalen Akteure die Fragen seines Wiederaufbaus viel zu sehr politisieren. Aus all diesen Gründen durchlebt Armenien alle Mängel der Abgeschlossenheit. Die jüngste Erhöhung der Spannungen zwischen Russland und Georgien hat die Situation nur noch zugespitzt. Auf staatlicher Ebene vorgenommene Operationen zur Schließung der Grenze in der Region gehören jetzt leider zum Alltag, und diese Tendenz kann Armenien verkehrsmäßig schließlich völlig isolieren. Daher sein besonderes Interesse für die Initiativen der OTschES im Bereich der Kommunikationen, sagte Chatlamadschian.

Ihren Worten zufolge hat die Organisation in ihrem Streben, zur Entwicklung der Verkehrswege und internationalen Transporte das neue Projekt "Argonautenstraße" erarbeitet. Das wird ein Straßenring um das Schwarze Meer sein, der die OTschES-Länder mit Hilfe moderner Infrastruktur miteinander verbindet.

Wenn der Außenministerrat der betreffenden Länder in seiner Moskauer Sitzung am 01. November eine reale Erörterung des Projektes "Argonautenstraße" einleite, äußerte die Politologin, so werde dieses Infrastruktur-Projekt für Armenien wohl zum ersten regionalen Projekt unter seiner Beteiligung sein.

"Das Schwarze Meer hat die Länder nicht voneinander zu trennen, vielmehr muss es sie vereinigen", sagte Schuschan Chatlamadschian abschließend. [ RIA Novosti ]