russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



26-08-2004 Armenien
Das Armenische Kernkraftwerk nimmt seine Arbeit wiederauf
Das Armenische Kernkraftwerk, das für die Generalreparatur abgeschaltet worden ist, wird am 4. Oktober wiederum an das Elektrogenerierungsnetz angeschlossen werden.

Wie man der RIA Nowosti im Pressedienst des armenischen Ministeriums für Energiewirtschaft mitteilte, wird die Generalreparatur im Kernkraftwerk einmal in den vier Jahren vorgenommen. Jedes Jahr wird es planmäßig repariert.

Im Rahmen der Generalreparatur wird die vierte Turbine des Kraftwerkes repariert und der Zustand des Metallreaktorbehälters vollständig geprüft.

Parallel zu dieser Arbeit werden im Kernkraftwerk auch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen und der Prozess des Nachtankens organisiert.

Der Prozess der Abschaltung des Kernkraftwerkes für die Generalreparatur und das Nachtanken mit Kernbrennstoff hat in der Nacht vom 29. zum 30. Juli 2004 begonnen. Eine Woche zuvor ist die Lieferung einer neuen Partie von Kernbrennstoff für das Armenische Kernkraftwerk für eine Summe von 12 Millionen Dollar abgeschlossen worden.

Das Armenische Kernkraftwerk war 1980 in Betrieb genommen und im März 1989 abgeschaltet worden. Im November 1995 wurde es im Zusammenhang mit der akutesten Energiekrise in der Republik wiederum in Betrieb genommen.

Der mit dem russischen WWER-440-Reaktor der ersten Generation ausgerüstete zweite Block der Kernkraftwerkes erzeugt im Durchschnitt 30 bis 40 Prozent der ganzen produzierten Elektroenergie in der Republik. Nach Schätzungen von Experten kann das Kernkraftwerk bis zum Jahre 2016 funktionieren.

Ab September 2003 wurde das Armenische Kernkraftwerk der SAO „INTER RAO EES", Tochterstruktur der RAO „EES Rossii" und des Konzerns „Rosenergoatom", in die Treuhandverwaltung für fünf Jahre übergeben.

Die Europäische Union beharrt auf der Konservierung des Kernkraftwerkes und ist bereit, 100 Millionen Euro dafür bereitzustellen. Aber nach Schätzungen armenischer Experten ist fast 1 Milliarde Euro für die Schaffung alternativer Energiekapazitäten in Armenien notwendig. (RIA)