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12-09-2006 Armenien
Iran und Armenien erwägen Bau einer zweiten Gaspipeline
Iran und Armenien erörtern derzeit die Möglichkeit des Baus einer zweiten Gaspipeline zwischen beiden Ländern. Das sagte der Vorsitzende des iranischen Parlaments, Gholam Ali Haddad Adel,

am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Nationalversammlung von Armenien, Tigran Torosjan.

"Kurz vor dem Abschluss steht der Bau der ersten Gaspipeline, dessen Hauptziel es ist, Armenien mit Gas zu versorgen. Wenn das Erdgas nach Armenien kommt, kann es selbstverständlich daraufhin in andere Länder exportiert werden. Wir führen derzeit Verhandlungen über den Bau einer zweiten Gaspipeline", sagte Adel.

Der iranische Parlamentschef bemerkte ferner, die Zusammenarbeit im Bereich der Energiewirtschaft könne den Warenumsatz zwischen Iran und Armenien vergrößern, der nach jüngsten Angaben einen Wert in Höhe von 200 Millionen US-Dollar umsetze.

Die Baukosten für die 141 Kilometer lange Erdgasleitung zwischen den Ländern mit einem Rohrdurchmesser von 700 Millimeter werden auf insgesamt 210 Millionen bis 220 Millionen US-Dollar veranschlagt; 120 Millionen US-Dollar davon entfallen auf den armenischen Abschnitt der Pipeline. Das iranische Erdgas soll spätestens ab Januar 2007 nach Armenien transportiert werden. In dem Abkommen wurde festgelegt, dass der Iran innerhalb von 20 Jahren 36 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Armenien liefern wird, wobei die Vertragsdauer um fünf Jahre verlänger- und die Gesamtliefermenge auf 47 Milliarden Kubikmeter vergrößerbar ist. Das gesamte gelieferte Erdgas soll in Strom umgewandelt werden, der teils nach Iran exportiert, teils in Armenien genutzt wird.

Auch ist nicht ausgeschlossen, dass das Rohrdurchmesser von 700 auf 1500 Millimeter vergrößert und die Pipeline zu einer Gasfernleitung mit einer höheren Kapazität von 27 Milliarden bis 30 Milliarden Kubikmeter im Jahr wird. [ RIA Novosti ]