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06-04-2006 Armenien
Armenien legt AKW erst nach Sicherung alternativer Stromquellen still
Armenien hat sich bereit erklärt, sein Atomkraftwerk nach der Sicherstellung alternativer Stromquellen stillzulegen. Das sagte Armeniens Ministerpräsident Andranik Markarjan am Mittwoch in Jerewan bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Chef der Generaldirektion Außenbeziehungen der EU-Kommission, Fokion Fotiadis, teilte der Apparat der armenischen Regierung mit. "Armenien hat nichts gegen die Stilllegung des Atomkraftwerks.

Aber es soll erst nach der Sicherstellung anderer herkömmlicher und nicht konventioneller Energiequellen geschlossen werden. Zudem soll die Energiesicherheit des Landes gewährleistet werden", sagte Markarjan.

In den letzten Jahren habe die armenische Regierung aktiv mit internationalen Strukturen über die Lösung dieses Problems verhandelt und bereits gewisse Schritte in diese Richtung unternommen. Die Regierung habe unter anderem den Bau und den Betrieb kleiner Wasser- und Windkraftwerke stimuliert, sagte der Regierungschef.

Fotiadis sicherte seinerseits die Bereitschaft der Europäischen Union zu, Armenien bei der Lösung von Problemen der Energiesicherheit beizustehen. "Die Erstellung eines präzisen Programms zur Stilllegung des Armenischen Atomkraftwerks wird es der internationalen Gemeinschaft gestatten, sich über die große Bedeutung dieses Problems schneller klar zu werden."

"Das würde auch günstige Bedingungen für die Einberufung einer Konferenz von Geberländern schaffen, in der finanzielle Möglichkeiten für die Lösung des Problems erörtert werden könnten", sagte der EU-Vertreter.

Zuvor hatte der armenische Energieminister Armen Mowssisjan erklärt, dass der Entwurf zur Schließung des AKW dem Kabinett zum Jahr 2007 vorgelegt werde. Für die Stilllegung seien bis zu 400 Millionen US-Dollar erforderlich. "Aber die Erstellung des Konzepts wird nicht bedeuten, dass das Kraftwerk automatisch stillgelegt wird. Die Betriebszeit der Anlagen läuft erst 2016 ab. Aber damit will ich nicht behaupten, dass das Atomkraftwerk gerade 2016 geschlossen wird", so der Minister. [ RIA Novosti ]