Peskow: Russland hat WHO einige Daten für Zulassung von Sputnik V nicht zur Verfügung gestellt

Peskow: Russland hat WHO einige Daten für Zulassung von Sputnik V nicht zur Verfügung gestellt

Russland habe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht alle notwendigen Informationen für die Zertifizierung des Impfstoffs Sputnik V zur Verfügung gestellt, sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow. Ihm zufolge wurden einige der Daten „aufgrund von Abweichungen in den Standards“ nicht übermittelt. Er merkte jedoch an, dass „die Arbeit weitergeht“.

Während des Briefings stellte Peskow klar, dass die WHO und Russland „unterschiedliche Standards“ hätten, die russische Seite sich aber „schrittweise an diese Anforderungen anpasse“. „In der Tat haben wir einige der Informationen, die für die Zertifizierung erforderlich sind, noch nicht geliefert, weil wir ein anderes Verständnis davon hatten, was genau die Informationen sein sollten und wie sie geliefert werden sollten“, erklärte der Kreml-Sprecher. Er hofft auf ein „positives Ergebnis“ der Zusammenarbeit mit der WHO.

Im Juni hatte eine Expertengruppe der WHO Unregelmäßigkeiten bei der Produktion von Sputnik V in Ufa festgestellt. Daraufhin wurde das Zulassungsverfahren für den russischen Impfstoff ausgesetzt; im Oktober nahm die WHO es wieder auf. Der russische Direktinvestitionsfonds RDIF hatte gehofft, den Impfstoff bis Ende 2021 zulassen zu können. Der Fonds ist überzeugt, dass die WHO die Zertifizierung von Sputnik V aus „rein bürokratischen Gründen“ verzögert. In einem Interview mit der Zeitung La Nacion hatte RDIF-Chef Kirill Dmitrijew daran erinnert, dass die Verwendung des russischen Impfstoffs bereits in 71 Ländern zugelassen sei und drückte die Hoffnung aus, dass „die WHO ihrem Beispiel in naher Zukunft folgen wird“. „Wir sehen keinen Grund für die WHO, die Zulassung des Impfstoffs zu verschieben.“ Das russische Außenministerium rechnet mit der Zulassung des Impfstoffs in der ersten Hälfte des Jahres 2022.

Nach den letzten Daten der Einsatzzentrale zur Bekämpfung des Coronavirus wurden in Russland 28.343 Fälle einer Coronavirus-Infektion festgestellt. Das sind 4,11 Prozent weniger als am Vortag (29.558). Es starben in Russland 1.145 Patienten, das sind 2,14 Prozent mehr als gestern (1121). Die Gesamtzahl der Todesfälle erreichte 291.749. Seit Beginn der Pandemie sind 10.074.797 Russen am Coronavirus erkrankt.

[hrsg/russland.NEWS]

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